Radsport Zollernalb ist es mal wieder gelungen, einen prominenten MTB Fahrer zu interviewen. Wir möchten uns bei Andi Weinhold vom EASTON ROCKETS 2011 Team ganz herzlich bedanken, dass er sich zwischen seinen aktuellen Rennen für uns Zeit genommen hat. Doch nun zum Interview:

Herr Weinhold, Radsport scheint schon lange ein großer Bestandteil in Ihrem Leben zu sein. Wie sind Sie zu dem Sport gekommen und was macht es für Sie aus, Tag für Tag auf dem Rad zu sitzen?
Das ist richtig. Zum einen hatte ich den Bezug schon frühzeitig durch das Radgeschäft meiner Eltern. Zum anderen durch das Training im Rad-Sport-Club ´93 Marienberg, dem ich 1993 beigetreten bin. Schon in diesem Sommer folgten die ersten Rennen mit sieben Jahren. Der Reiz des Mountainbikesports ist die Naturverbundenheit, die Freiheit und die Grenzerfahrung in Training und Wettkampf.
Aktuell fahren Sie für das Team EASTON ROCKETS 2011, welches aus dem Team Fuji Bikes Europe entstand. Könnten Sie ein paar Worte zum Team sagen?
EASTON Rockets ist ein deutsches Mountainbiketeam mit dem Schwerpunkt Cross-Country, aber auch wichtige Marathons finden sich im Teamkalender wieder. Geführt wird es von Bernhard Mollnhauer und Sitz ist Berlin. Die Mannschaft besteht aus drei Fahrerinnen und sechs Fahrern aus Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Highlights 2011 waren der Marathon-Weltmeistertitel und die Cross-Country-Weltcup-Podestplätze durch Annika Langvad.
Blicken wir auf die aktuelle Radsport Saison 2011. Welches war für Sie der wichtigste Erfolg?
Für mich hat der Titel des Mitteldeutschen Meisters Cross-Country den höchsten Stellenwert.
In diesem Zusammenhang würde uns auch interessieren, was für Sie der schönste Event war. Oft sind es auch die kleinen Marathons oder Rennen die etwas Besonderes haben. Könnten Sie ein paar Tipps dazu geben?
Die Mitteldeutsche Meisterschaft in Mertendorf/Sachsen-Anhalt ist nachhaltig hängen geblieben. Das war die reinste Schlammschlacht mit vielen langen Laufpassagen. Ich liebe diese Art von Wettkämpfen, im Trockenen kann ja Jeder fahren;) Ein echter Härtetest für Mensch und Material, das ging an die Grenzen.
Ein großer Erfolg war sicherlich der Gesamtsieg beim Mitteldeutschlandcup MDC-XC 2011. Was bedeutet Ihnen dieser Sieg? Wird es auch 2012 dieses Ziel geben?
Hier geht es um den beständigsten Fahrer der Saison. Insofern freue ich mich ganz sehr über diesen Gesamtsieg. Vor allem vor dem Hintergrund der Sprunggelenkfraktur 2010 war es ein wichtiger Schritt zurück in den Rennzirkus. Er gibt Sicherheit und Motivation für die Zukunft.
Wie man auf ihrer Homepage sehen kann, sind sie nicht nur auf den breiten Reifen unterwegs, sondern fahren auch Rennrad. Beschreiben Sie doch mal wie Ihr Training aussieht. Benutzen Sie das Rennrad als Ausgleich oder für die Grundlagenausdauer?
Ich möchte den Bezug und das Feeling zum Rennrad nicht missen. Für mich ist es schon immer ein wichtiges Trainingsgerät, unter anderem für die Grundlagenausdauer. Auch finde ich Wettkämpfe wie Kriterien oder Rundstreckenrennen sehr wichtig für die Trainingsmethodik und Vorbereitung der Bikerennen. Man kann sich schön in Schwung fahren. Auch die Taktik wird so immer wieder geschult. (Selbst das Bahnrad nutze ich häufig in Punktefahren auf der Chemnitzer Radrennbahn, um Intensitäten zu trainieren.)
Die Saison 2012 geht so langsam dem Ende zu. Gibt es noch Höhepunkte die Sie in diesem Jahr bestreiten wollen?
Das letzte Rennen für mich ist das Bundesligafinale Cross-Country in Bad Salzdetfurth. Danach ist Pause, ehe im Winter einige ausgewählte Crossrennen gefahren werden.
Und vor allem würde uns interessieren welche Ziele 2012 auf dem Programm stehen?
Ich möchte wieder näher an die deutsche Spitze kommen und mich international beweisen. Nach den gesundheitlichen Problemen in den letzten Jahren (2008 Pfeifferisches Drüsenfieber, 2010 Sprunggelenkfraktur) brauche ich wieder Konstanz. Ziel ist 2012 sicher die Verteidigung des Mitteldeutschen Meistertitels und langfristig möchte ich mich wieder für internationale Meisterschaften qualifizieren.
Abschließend noch die Frage nach der Zukunft. Gibt es Veränderungen im Team für 2012 bzw. sind Sie auch im nächsten Jahr für EASTEN ROCKETS unterwegs?
Ich fühle mich sehr wohl im Team und schätze das Miteinander unter den Teamkollegen. Letzte Gespräche stehen noch aus, aber ich würde mich sehr freuen, 2012 Teil des Teams sein zu dürfen. Es gibt sicherlich nochmals eine internationalere Ausrichtung bei den EASTON Rockets.
Vielen Dank für die Möglichkeit des Gesprächs und dem Team Radsport Zollernalb Alles Gute für die Zukunft.
(Bildquelle: Anja Brete)
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