Heute war es soweit und wir reisten vom Lago Maggiore an den Gardasee. Ich hatte ja bereits in meinem Bericht zur Planung und Vorbereitung zwei Touren angekündigt und eine war heute dann auch schon an der Reihe. Ich wollte über Torri del Belnaco nach Albisano, San Zeno und weiter nach Parda. Ziel war die Passhöhe des Passo del Telegrafo auf rund 1150 Meter. Bei der Abfahrt kam es dann zu einem schweren Sturz. Zuerst aber vorne, was alles passiert ist.
Passo del Telegrafo von der leichten Seite
Es gibt zwei Möglichkeiten auf den Pass zu kommen. Die etwas längere über Torri del Benaco und dann weiter nach San Zeno und die kurze und steile über Assenza di Brenzone. Ich bin wie geplant die längere gefahren, welche nur auf dem letzten Kilometer richtig steil ist. Dort heißt es aus dem Sattel zu gehen, denn es müssen rund 12 bis 14 Prozent im Schnitt überwunden werden, bis man an der Passhöhe ist.
Im Vergleich zu der anderen Seite ist diese Anfahrt aber harmlos, denn dort stehen einem auf rund 6 Kilometer 1000 Höhenmeter bevor. Immer wieder gibt es Passagen von 17 Prozent. Im Durchschnitt aber um die 15 Prozent. Das wollte ich mir heute nicht antun. Trotzdem hab ich mich an der Passhöhe entschlossen, über diesen Weg nach unten zu fahren. Dies war ein folgenschwerer Fehler.
Sturz auf der Abfahrt nach Vorderrad Platzer
Die ersten Höhenmeter der Abfahrt verliefen ohne Problem, wenn man sich auch schwer tut bei dieser Steilen Rampe nach unten zu kommen. Immer wieder heißt es fast auf null zu bremsen, denn es stehen enge Serpentinen an. Plötzlich passierte es dann bei rund 400 Höhenmeter. Das Vorderrad platze auf mindestens 20 Zentimeter und man Rad war nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Ich fiel auf meine linke Seite die auch komplett Verschürft ist. Auf den Bildern ist dies sicherlich ganz gut zu sehen. Der Belag war besonders rau und deshalb hat es auch einiges raus gerissen. Auch die rechte Seite von mir wurde in Mitleidenschaft gezogen, lange aber nicht so schlimm. Vor allem die Prellungen machen mir Sorgen.
An meinem Rad haben sich beide Schalt und Bremshebel verbogen und natürlich komplett verkratzt. Ebenso ist der Pulsmesser defekt und auch der Fotoapparat der im Trikot war. Ah ok auch Trikot und Hose sind komplett im Eimer.
Was am Rad alles nicht passt muss ich noch erodieren. Beim Vorderrad stimmt etwas nicht mehr. Felge natürlich komplett defekt und vermutlich auch ein Achter. Ich konnte dann den Reifen wieder reparieren und nach Hause bzw. zum Campingplatz schleichen. Viel mehr war nicht drin. War froh die Schmerzen auszuhalten.
Jetzt sind die Wunden zumindest mal versorgt, aber wer solche Abschürfungen schon mal gehabt hat weiß, dass es noch einige Zeit dauert bis alles wieder in Ordnung ist. Schlimmer scheint die Hüfte zu sein. Dort hat sich eine große Schwellung gebildet. Für mich war es der erste richtige Sturz und ich hoffe, es folgt so schnell keiner mehr.
Rad fahren scheint jetzt für die nächsten Tage erledigt zu sein.
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Er schimpft sich "Admin" ist aber im wahren Leben Andy. Auch er ist begeisterter Radsportler, der aber immer wieder auch im Internet nach News und Technik unterwegs ist.