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Christian Eckert weltweit erfolgreicher Einradsportler im Interview

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Christian Eckert weltweit erfolgreicher Einradsportler im Interview

Der Einradsport ist sicherlich noch mehr eine Randsportart wie zum Beispiel der MTB Sport. Gerade deshalb freuen wir uns über dieses Interview mit Christian Eckert. Er ist einer der erfolgreichsten Einradsportler der Welt und hat sich Zeit genommen uns einige Fragen zu beantworten. Los geht’s:


Herr Eckert, Sie sind in der Weltspitze des Einradfahrens nicht mehr wegzudenken. Könnten Sie unseren Lesern erklären wie man zu diesem doch eher ungewöhnlichen Sport kommt und was das Besondere daran ist?

Das war eher zufällig, dass ich zum Einradsport kam. Vor mehr als 14 Jahren, es war im Februar 1997, lernte ich das Einradfahren. Als Kind war ich aktiver Kunstradfahrer und im Kunstradsport gibt es viele Übungen, die dem Einradfahren sehr nahe kommen. In den Ferien lieh ich mir ein Einrad aus, bereits nach einer Woche intensivem Training konnte ich kontrolliert geradeaus fahren. Bald reizte mich das schnelle Fahren, eine neue Herausforderung musste her. Ich hörte von einem internationalen Einradrennen in Basel und meldete mich sofort an. Schnell entdeckte ich mein Talent in den Sprintrennen und konnte bereits in den ersten Wettkämpfen Podestplätze einfahren. Mit knapp 14 Jahren qualifizierte ich mich für die Weltmeisterschaft im Jahr 2000 in Peking/China. Seit dem gehöre ich zu den erfolgreichsten Einradsportlern der Welt. Bei aktuell sechs WM-Teilnahmen konnte ich sechs Goldmedaillen in verschiedenen Disziplinen gewinnen. Einradfahren ist eine sehr vielseitige Sportart, die nicht jeder macht, man ist daher anders als die anderen. Einradsportler sowie auch Mountainbiker haben ein hohes Maß an Selbständigkeit und Individualismus, ohne egoistisch zu sein. Im Vordergrund steht bei uns noch die Freude an der Bewegung und an dem Sport. Diese Freude am Sport, das ist in meinen Augen auch die Basis für höchste Leistungen in einer Sportart, die vollen körperlichen und geistigen Einsatz erfordert.

 

Man stellt es sich schwer vor als Cross Country Fahrer mit dem Einrad unterwegs zu sein. Für uns sind viele Stellen sogar mit dem normalen Mountainbike schwer zu fahren. Können sie ein paar Tipps geben, wie man hier die Balance behält?

Das ist richtig, das fahren mit dem MUni (Mountain Unicycle = Gelände-Einrad) erfordert viel Gleichgewicht, Übung und Balancefähigkeit. Beim Cross Country benötigt es zudem viel Ausdauer, Kraft und intensives Training auf dem Einrad. Die Schwierigkeit liegt dabei, im Gelände bei schnellem Fahren die Kontrolle über das Einrad zu behalten. Ohne Freilauf, Schaltung und Übersetzung erfordert das Fahren im unwegsamen Gelände stets vollste Konzentration. Anders als auf dem Mountainbike, kann man seinen Schwerpunkt nur bedingt verlagern, hat Bewegungachsen in alle Richtungen. Der größte Teil ist sicher Fahrtechnik und Übung, wie bei vielem, durch Training lässt sich die Balance in unwegsamem Gelände verbessern.

 

Wie wir über Facebook oder ihre Seite christianeckert.eu gesehen haben, sind sie auch mit dem normalen MTB unterwegs. Für welchen Zweck nutzen Sie das Bike?

Ich nutze das MTB hauptsächlich als Abwechslung im Training. Natürlich kann ich auf dem Bike optimal trainieren, vor allem lange Einheiten. Die Wettkämpfe auf dem Bike nutze ich zur gezielten Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe. Beim biken bin ich frei, genieße die Natur und Landschaft und kann größere Strecken wie mit Einrad zurücklegen. Zudem profitiere ich natürlich technisch auf dem MBT durch meine Balance auf dem Einrad.


Natürlich darf die Frage zur VAUDE MountainBIKE Trans Schwarzwald 2011 nicht fehlen. Auch Sie waren in diesem Jahr am Start. Wie waren Ihre Eindrücke zu dieser Tour?

Die diesjährige Teilnahme an der Trans Schwarzwald war wieder ein tolles und unvergessliches Erlebnis. Es war wieder ein perfekt organisiertes Etappen-Rennen durch eines der schönsten Bikereviere Deutschland, den Schwarzwald. Im Gegensatz zum letzten Jahr war das Wetter natürlich optimal, ja fast schon zu heiß und zu trocken. Nach fünf Tagen, täglich einem Marathon im Satte und unzähligen Höhenmetern, lernt man immer wieder seine körperlichen Grenzen neu kennen.

Kommen wir noch auf die aktuelle Saisons im Einrad Sport. Welche Erfolge sind Ihnen besonders wichtig?

In diesem Jahr habe ich mich auf die längeren Distanzen konzentriert. In Stuttgart konnte ich das 10 km Rennen „Rund um die Schlotwiese“ im Zielsprint gewinnen. Bei der offenen Schweizer Meisterschaft in Aarau habe ich die Titel über 800 m und 10.000 m gewonnen. Ganz klar habe ich mich über den Deutschen Meister Titel im 800 m gefreut. Nur ganz knapp habe ich dort den Deutschen Rekord verpasst. Zudem wollte ich im Mai in Düsseldorf beim Marathon um den Deutschen Meister Titel mitfahren. Leider habe ich nach 10 km Magenkrämpfe bekommen und rette mich noch auf Platz drei ins Ziel, worüber ich mich natürlich auch gefreut habe. Zudem konnte ich einige weitere Wettkämpfe gewinnen, das Jahr war somit sehr erfolgreich, ich bin mit den Leistungen sehr zufrieden.

 

In diesem Zusammenhang darf natürlich die Frage nach 2012 nicht fehlen. Was stellt dort eine große Herausforderung dar? Gibt es bereits Pläne?

Im nächsten Jahr steht ganz klar die Weltmeisterschaft Ende Juli in Brixen/Südtirol im Vordergrund. Dort will ich auf den Langdistanzen (10.000 m und 42 km) sowie auch im Cross Country um den Titel mitfahren. Als Vorbereitung möchte ich gerne noch einige große Touren mit dem Einrad machen. Die Wettkämpfe und das Training sind aber auf das Saisonhighlight, meine 7. WM Teilnahme, ausgerichtet. Im Anschluss möchte ich dann als „Ausklang“ bei der VAUDE Trans Schwarzwald mitfahren. Um all dies zu realisieren, bin ich auf weitere Sponsoren und Partner angewiesen. Die Verhandlungen laufen schon, ich hoffe dass dann bald die Finanzierung steht.

 

Möchten Sie noch ein paar Worte zu ihrem Team und den Sponsoren sagen?

Seit Anfang Jahr starte ich für das ECKRAD.com Racing Team. Wir wollen als Sportler neue Wege gehen, willensstark und zielstrebig, sind unabhängig und erklären uns frei von sämtlichen Strukturen und Verbindungen. Jeder Athlet hat die Freiheit, den Weg einzuschlagen, den er für richtig hält. Dafür wird die Marke ECKRAD.com als Plattform genutzt, um sich individuell weiterzuentwickeln. Wir wollen gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Im Einradsport gibt es bisher nichts vergleichbares.

Mit unseren Partnern blicke wir auf eine langjährige, erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit zurück. Ich bin sehr dankbar über die großzügige Unterstützung durch unsere Partner. Ohne diese Unterstützung könnte ich meine Leistungen nicht umsetzen und meinen Sport nicht in diesem Umfang ausüben. Jedoch bin ich vor allem weiter auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um meine geplanten Ziele und Aktivitäten umzusetzen. Da ich als Einradfahrer aus der breiten Masse der bekannten und verbreiteten Sportarten hervorsteche, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Partnerschaft und der Vermarktung. Die Worte „bewegen und begeistern“ bringen diese Aspekte direkt auf den Punkt.

 

Auf ihrer Webseite eckrad.com bieten sie noch Leistungen wie Betreuung und Unterstützung für Sportler, Pressbetreuung oder Grafik- und Webdesign an. Könnten Sie dies etwas erläutern?

Um im Leistungssport außergewöhnliches zu erreichen, benötigt es mehr als nur Training und Talent. Es müssen vielmehr die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um erfolgreich zu sein und um als Sportler einzigartige Erfolge zu erzielen. Diese schafft und gestaltet ECKRAD.com, damit Leistungspotentiale optimal ausgeschöpft werden und damit sich Athleten weiterentwickeln können. ECKRAD.com vermarktet Athleten und rückt sie stets in den Fokus und ins rechte Licht. Dazu gehören natürlich Sponsoring, Team Management, sportbezogene Kampagnen oder ein Webauftritt für den Athleten. Diese Infrastruktur schafft, gestaltet und begleitet ECKRAD.com mit Konzentration auf das wesentliche: einfach, ehrlich, einleuchtend.

 

Wir freuen uns einen Einrad Fahrer wie Sie getroffen zu haben. Der Sport scheint sehr oft zu Unrecht im Schatten des Bikesports zu stehen. Zu allerletzt die Frage, ob sie an eine Veränderung in den nächsten Jahren denken?

Einradfahren hat schon lange nichts mehr mit Zirkus und Kleine-Mädchen-Sport zu tun. Vor einigen Jahren noch war dies so. Doch diese Zeiten sind vorbei, mittlerweile etabliert sich Einradfahren als Trendsportart die boomt. Der Trendsport Einradfahren hat sich in den letzten 10 Jahren extrem schnell entwickelt und ist zu einem facettenreichen und vielseitigen Sport herangewachsen. Immer mehr Leistungssportler nutzen das Einradfahren als Ausgleich, um ihre koordinativen Fähigkeiten und das Gleichgewicht zu trainieren.

Ich bedanke mich für das Interview und das Interesse am Einradsport.

Unter www.eckrad.com finden sich noch mehr Informationen zum ECKRAD.com Racing Team. Gesponsort von EBCO GmbH Schäumtechnik, NaturEnergie, KLEENOIL PANOLIN AG, SKINS, DOWE-SPORTSWEAR, Polar, Schwalbe, adidas eyewear, Roeckl, municycle.com, Kärcher, Activebrain. Bildnachweis: ECKRAD.com


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Er schimpft sich "Admin" ist aber im wahren Leben Andy. Auch er ist begeisterter Radsportler, der aber immer wieder auch im Internet nach News und Technik unterwegs ist.

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