Eurobike 2011: Trend zum E-Bike und höherwertigen Produkten setzt sich fort

Das schöne Wetter im ersten Halbjahr 2011 kurbelt den Fahrradmarkt an: 1,73 Millionen Räder wurden in diesem Zeitraum in Deutschland produziert – Trend zu höherwertigen Produkten setzt sich weiter fort- Damit scheint die Eurobike 2011 auch in diesem Jahr einen großen Zuwachs zu haben. Radsport Zollernalb ist Live dabei und berichtet aus Friedrichshafen.

Das E-Bike gibt der ganzen Fahrradbranche Schub

Friedrichshafen – Das sommerliche Wetter im ersten Halbjahr 2011 hat den Fahrradabsatz in Deutschland angekurbelt. Die Kunden achten immer mehr auf Qualität und sind bereit, hierfür mehr Geld auszugeben: Durchschnittlich haben sie 2010 für ein Fahrrad 460 Euro bezahlt (2009: 446 Euro). Die Händler registrieren durch die zunehmend höherwertigen Produkte einen großen Bedarf an qualifizierter Beratung. Gute Nachrichten also für Produzenten und Händler vor Beginn der internationalen Fahrradmesse EUROBIKE. 1.180 Aussteller werden von Mittwoch, 31. August bis Samstag, 03. September das Messegelände Friedrichshafen zur Drehscheibe des Fahrradmarktes machen.

Die Gesamtproduktion von Fahrrädern in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2011 leicht gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in Deutschland drei Prozent mehr Fahrräder produziert. Dies entspricht einer Stückzahl von 1,73 Millionen Fahrrädern, darin sind auch E-Bikes enthalten.

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) geht davon aus, dass sich der Trend nach höheren Produktionswerten auch im Gesamtjahr 2011 fortsetzen wird. Die größere Bedeutung des Fahrrades innerhalb der Gesellschaft  sowie der steigende Anteil an E-Bikes sind Gründe für diese Entwicklung.

Deutschland exportierte im 1. Halbjahr 2011 660.000 Fahrräder. Dies sei ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von rund zehn Prozent, gab Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV)  bei der EUROBIKE bekannt. Die Niederlande nehmen mit 118.000 Fahrrädern die meisten deutschen Fahrräder ab, gefolgt von Österreich mit 90.000 und Frankreich mit 83.000 Stück.

Das E-Bike ist weiter das beherrschende Thema der Branche. Die ständige Weiterentwicklung der Produkte und die Anpassung des Rechtsrahmens an diese Entwicklungen stellen eine Herausforderung an die Industrie und den Handel dar. Der ZIV geht davon aus, dass die für das Gesamtjahr veröffentlichte Prognose bei den E-Bikes von rund 300.000 Stück in Deutschland erreicht wird. Für den europäischen Markt rechnet der ZIV mit einer Absatzmenge von rund 900.000 Stück. Bisher habe jedoch der steigende Absatz der E-Bikes nicht zu einem Wachstum des Gesamtfahrradmarktes geführt. „Offensichtlich entscheiden sich die Käufer statt für ein City- oder Trekkingfahrrad für ein E-Bike“, erklärte Neuberger.

Die Unternehmen des Fahrradeinzelhandels erzielten 2010 einen Umsatz von rund 3,2 Milliarden Euro. Nach einem Umsatzzuwachs von nominal sechs Prozent in 2009, musste der Handel 2010 einen nominalen Umsatzverlust von zwei Prozent hinnehmen. Die Umsätze verteilten sich mit etwa 53 Prozent auf Fahrräder und rund 47 Prozent auf Fahrradzubehör und Service.

Der Verkehr auf der Kurzstrecke verlagere sich zunehmend, auch aus Kostengründen, auf das Fahrrad und auch das Freizeitradeln werde immer beliebter, gab Thomas Kunz, Geschäftsführer des Verbandes des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) im Vorfeld der EUROBIKE bekannt.

Durchschnittlich gab der Kunde 460 Euro (2010) beim Kauf eines Fahrrades aus. Diese Entwicklung sei einmal auf die positive Entwicklung im Segment E-Bikes zurückzuführen, zeige aber auch, dass der Kunde immer mehr auf Qualität achte und bereit sei, hierfür mehr Geld auszugeben, verdeutlichte Thomas Kunz.

Durch die deutlich höheren Preislagen bei den E-Bikes liegt das Umsatzergebnis des Fachhandels 2011 in Euro gemessen auf Vorjahresniveau. Thomas Kunz’ Perspektive: die zunehmend hochwertiger werdenden Produkte und dem hieraus resultierenden hohen Bedarf an fachlich qualifizierter Beratung werden auch künftig dafür sorgen, dass der Fachhandel im Fahrradmarkt einen überdurchschnittlich hohen Marktanteil halten kann. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Einzelhandelsbranchen.

Die EUROBIKE ist von Mittwoch, 31. August, bis Freitag, 2. September von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr und am Publikums-Samstag, 3. September, von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.eurobike-show.de

 

Infokasten zum ZIV: Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) mit seinen rund 80 Mitgliedsunternehmen ist nationale Interessenvertretung und kompetenter Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradteilen, motorisierten Zweirädern, Trikes und ATVs.

Infokasten zum VDZ: Der Verband des deutschen Zweiradhandels e. V. (VDZ) ist der Branchenfachverband für den deutschen  Zweiradhandel und damit die Interessenvertretung gegenüber Politik, Behörden, Industrie und Öffentlichkeit. Bild Messe Friedrichshafen

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